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+++ 08.04.2018 Digitalisierung schafft Arbeitsplätze +++


Dank der Digitalisierung ist die Zahl der Arbeitsplätze seit 2011 um einen Prozent gewachsen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Digitalisierung und die Zukunft der Arbeit: Makroökonomische Auswirkungen auf Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Löhne von morgen“ des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist dass Firmen, die ihre Prozesse digitalisieren und automatisieren häufiger die Anzahl ihrer Arbeitsplätze erhöhen als Unternehmen, die sich kaum mit der Digitalisierung beschäftigen. Unternehmen mit einem hohen Digitalisierungsgrad generieren ebenso einen höheren Umsatz.4.0-Technologien


4.0 -Technologien

Laut den Forschern des ZEW schreitet die Digitalisierung in der betrieblichen Praxis nur langsam voran. Rund die Hälfte der befragten Betriebe nutzen zwar 4.0 -Technologien, also selbststeuernde Maschinen, aber der Anteil der Technologien bei Produktions-, Büro- und Kommunikationsmitteln sei bisher nur bei fünf bis acht Prozent.


Unterschiedlicher Digitalisierungsgrad

Die Branchen mit dem höchsten Digitalisierungs- und Automatisierungsgrad seien die Chemiebranche, Fahrzeugbau, Elektronik sowie öffentliche Verwaltungen. In der Landwirtschaft und im Gastgewerbe führe der technologische Wandel hingegen zu einem Rückgang der Beschäftigungszahlen. Insbesondere manuelle Routine- und Nicht-Routine-Berufe wie Buchhalter und Sachbearbeiter werden laut Studie wegfallen. Analytische und interaktive Berufe (Ingenieure, Ärzte und Juristen) dagegen werden deutlich an Bedeutung gewinnen.


Steigerung der Beschäftigung

Laut ZEW haben trotz der gestiegenen Anzahl an Beschäftigung zwischen 2011 und 2016 um rund ein Prozent neue Technologien Arbeitskräfte ersetzt. Die Forscher prognostizieren jedoch eine Steigerung der Gesamtbeschäftigung um 1,8 Prozent bis 2021. Ein weiterer positiver Effekt der Digitalisierung sei laut Studie eine höhere Nachfrage nach Produkten. Das führe bei den Unternehmen dann zu höheren Löhnen für die Arbeitnehmer.

 

Starkes Wirtschaftswachstum

Ebenfalls konnte die Wettbewerbsfähigkeit der digitalisierten Unternehmen so gestärkt werden, dass die Wirtschaft stark wuchs und dadurch die negativen Substitutionseffekte der Digitalisierung begrenzt werden konnten.


Quelle: IGZ